Neues rund um das Thema Energie

Unter der Rubrik News finden Sie Aktuelle Themen, neue Produkte, Novellierungen relevanter Publikationen. Seien es Neuigkeiten über unser Unternehmen, unsere Produkte, oder aktuelle Schlagzeilen im Energiesektor. Ein Besuch lohnt sich!

Encadi-News | 28.05.2019

Stichtag zur Meldung versorgter Dritte für BHKW

Wir möchten Sie auf die zeitnah ablaufende Frist (31.05.2019) zur Meldung versorgter Dritte für BHKW-Strom an den Übertragungsnetzbetreiber aufmerksam machen.

Zum Hintergrund:

Betreiber von Eigenversorgungsanlagen wie zum Beispiel von Blockheizkraftwerken (BHKW), welche im Versorgungsbereich nicht ausschließlich die Betreibergesellschaft versorgen, sind nach §§ 61 ff. EEG verpflichtet, die an Dritte gelieferten Strommengen an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zu melden. Durch die Novellierung des EEG durch das Energiesammelgesetz werden die Anforderungen an BHKW Betreiber weiter steigen.

Nach §62 b Absatz 3 EEG ist es zunächst für die Jahre 2018 und 2019 zulässig, „die jeweiligen [an Dritte gelieferten] Strommengen durch eine Schätzung abzugrenzen." Diese Schätzung hat in sachgerechter und in einer für einen nicht sachverständigen Dritten jederzeit nachvollziehbaren und nachprüfbaren Weise zu erfolgen.

Zur Schätzung des Drittverbrauchs hat encadi eine ingenieur-wissenschaftliche Schätzungsmethode entwickelt, die auf Basis synthetisierter Lastgänge für charakteristisch-vergleichbare Dritte die Höhe des Drittverbrauchs nachvollziehbar ermittelt.

 

Ab 01.01.2020 muss der Verbrauch Dritter (bzw. der Eigenverbrauch) messtechnisch in ¼-stündiger, geeichter Weise nachgewiesen werden. Die Beschreibung des realisierten Messkonzeptes ist der Meldung der Drittlieferungen für das Jahr 2019 (Frist: 31.05.2020) beizulegen.

Die Entwicklung eines für unsere Kunden wirtschaftlich-optimalen Messkonzepts erfolgt jeweils individuell auf Grundlage der örtlichen und elektroversorgungstechnischen Gegebenheiten. Neben der Zusammenlegung von Drittverbrauchsstellen (Pooling) werden alternativ Ansätze zur Positivmessung des Eigenbedarfs geprüft und in einer ganzheitlichen Bewertung verglichen.

Encadi-News | 24.05.2019

Kältemittel im Blick? Weitere Beschränkungen ab 2020 gemäß F-Gas Verordnung

Höchstmenge (%) für das Inverkehrbringen teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HHFKW) Jahre 2015-2030

Quelle: Umweltbundesamt

Maßgeblich für die Entwicklung des europäischen Kältemittelmarkts ist die F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 (über fluorierte Treibhausgase) aus 2015. Diese Verordnung bietet die Chance, sich mit der eigenen Kälteerzeugung am Standort langfristig nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher zu positionieren, wenn Sie rechtzeitig den Handlungsbedarf erkennen. Folgende Ziele, Instrumente und Auswirkungen stecken hinter der F-Gas Verordnung:

 

Ziele

  • Umsetzung der EU-Klimaziele im Hinblick auf fluorierte Treibhausgase
  • Ambitionierte Klimaziele: 80-95 % Minderung in 2050
  • Anreiz zum Einsatz klimafreundlicher Alternativen zu F-Gasen
  • Regelung der Verfügbarkeit und Nachfrage von Kältemitteln und Kontrolle von Emissionen

Instrumente

  1. Erweiterung von bekannten Instrumenten
    • Dichtheitsanforderungen (Leckagekontrollen, Zertifizierung)
    • Verbote des Inverkehrbringens für bestimmte Anwendungen
    • Verwendungsverbote
  2. Neue Instrumente
    • Beschränkung des Inverkehrbringens von Gasen / Quotierung
    • Beschränkungen für vorbefüllte Produkte und Einrichtungen ab 2017
    • Stufenweise Beschränkung der Verwendung von F-Gasen bei Instandhaltung und Wartung bestimmter Anlagen ab 2020 („Nachfüllverbot“)

 

„Phase down“, GWP

Über den sogenannten GWP-Faktor („Global Warming Potential“) soll der Kältemittelmarkt reguliert werden. Der GWP-Faktor stellt ein CO2-Äquivalent dar. Kältemittelhersteller dürfen in Summe pro Jahr nur bestimmte „GWP-Mengen“ produzieren. Durch die stufenweise Beschränkung des „Phase down“ werden diese Mengen für bestimmte Jahre weiter beschränkt.

In Artikel 13 der F-Gas Verordnung wird das Verbot bestimmter Anwendungen diverser Kältemittel erläutert. So gilt beispielsweise ab dem kommenden Jahr 2020 ein Nachfüllverbot für Kältemittel mit einem GWP ≥ 2.500 und Füllmenge von 40 Tonnen CO2-Äquivalenten. Bis 2030 gelten indes Übergangsregelungen für recycelte oder aufgearbeitete Kältemittel.

 F-Gas

GWP-Wert

5t CO2-Äquivalent (kg)

40t CO2-Äquivalent (kg)

 R134A

1.430

3,5

28,0

 R404A

3.922

1,3

10,2

 R407C

1.774

2,8

22,5

 R410A

2.088

2,4

19,2

 R422D

2.730

1,8

14,7

 R507

3.985

1,3

10,0

 

Auch gibt es geänderte Dichtheitsanforderungen. Geregelt sind:

  • Bemessungsgrenzen Füllmengen in CO2-Äquivalenten
  • Leckagekontrollen
  • Rückgewinnungspflichten
  • Aufzeichnungspflichten
  • Zertifizierung von Unternehmen und Personal

 

Auswirkungen

Das hat natürlich zahlreiche Auswirkungen zur Folge. Die Verfügbarkeit von HFKW als Kältemittel nimmt ab, was zu Preissteigerungen der herkömmlichen Kältemitteln führt. Denkbar sind zudem zusätzliche Wartungskosten aufgrund geforderter Dichtheitskontrollen. Positiv ist definitiv die sich bereits jetzt abzeichnende bessere Verfügbarkeit alternativer, umweltfreundlicherer Kältemittel sowie die Preissenkung der Alternativen. Wie sich die neuen Kältemittelgemische langfristig in den Markt etablieren, sich die technischen Eigenschaften in der Praxis schlagen und sich die Preise für Recycling-Kältemittel entwickeln bleibt abzuwarten. 

Definitiv lohnt es sich schon jetzt, sich Gedanken über die zukünftige Kältebereitstellung am eigenen Standort zu machen. Kommen Sie gern auf uns zu und wir entwickeln gemeinsam einen für Sie maximal sinnvollen Weg für eine langfristig wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung!

Encadi-News | 06.05.2019

Langfristig gute Aussichten für das Einsparkonzept Energiebeschaffungstochter

Quelle: Bundesnetzargentur

Die Einrichtung einer gewerblichen Energiebeschaffungstocher bringt für mittlere und größere Krankenhausträgergesellschaften neben dem Aufbau des zentralen Know-Hows und der Nutzung von Synergieeffekten natürlich auch Vorteile im Bereich der Stromnebenkosten mit sich. Durch den letztgenannten Faktor können aktuell beim Strombezug etwa 9% Kosten eingespart werden.

Bekanntermaßen ist diese Einsparungsmöglichkeit maßgeblich von der Höhe der EEG Umlage abhängig. Aus diesem Grund kam es in 2019 zu Verunsicherungen betreffend der langfristigen Tragfähigkeit des Einsparkonzepts, da sich die EEG Umlage erstmalig seit 2008 erheblich verringert hat.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest man in diesem Zusammenhang die von der Bundesregierung beauftragte Veröffentlichung des Instituts der deutschen Wirtschaft vom 08.10.2018, in welcher die zukünftige Entwicklung der EEG Umlage berechnet worden ist. Aus dieser geht hervor, dass im nächsten Jahr wieder mit einem deutlichen Kostenzuwachs und dann für weitere fünf Jahre nicht mit erheblichen EEG-Umlagesenkungen zu rechnen ist. Je nach Szenario liegt die EEG Umlage in 2025 zwischen 6,27 und 10,04 Cent je Kilowattstunde Strom. Angesichts einer gewöhnlichen Amortisation dieses Einsparkonzepts innerhalb von sechs bis neun Monaten ist dies eine beruhigende Aussicht.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Encadi-News | 25.04.2019

Neue DIN SPEC 15240 - FGK und BTGA veröffentlichen Sonderdruck

Mit dem §12 der Energieeinsparverordnung überführte der Gesetzgeber in der Vergangenheit eine weitere europäische Richtlinie in nationales Recht und verpflichtete Betreiber einer Klimaanlage von mindestens 10 Jahren sowie einer Kälteleistung von über 12 kW zu einer Energetischen Inspektion derselben. Anforderungen an eine Energetische Inspektion von Klimaanlagen wurden in der DIN SPEC 15240 festgehalten.

Im März diesen Jahres veröffentlichte der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V. (BTGA) gemeinsam mit dem Fachverband Gebäude-Klima e.V. sowie dem Beuth Verlag nun einen Sonderdruck der neuen DIN SPEC 15240:2019-03, die Ihren Vorgänger, die DIN SPEC 15240:2013-10, ablöst.

Neben Anpassungen an neue europäische Normen, der Neustrukturierung der Titelelemente sowie der Aktualisierung der Verweisung auf Normen und Dokumente wurden vor allem die Anforderungen an die Durchführung einer Energetischen Inspektion detailliert. Auch wurde die Norm um die Bewertung von Absorptionskältemaschinen ergänzt und ein Systemkennwert eingeführt. Spannend an dem Sonderdruck dürfte insbesondere der überarbeitete Anhang sein. Dort finden sich neuerdings Informationen zur Über- und Unterdimensionierung von Kälteerzeugungsanlagen, Gliederung von Inspektionsberichten und der Lage von Messstellen.

Haben Sie Fragen zur gesetzlichen Prüfpflicht zur Durchführung Energetischer Inspektionen bei Klimaanlagen? Sprechen Sie uns gern an!

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Encadi-News | 18.04.2019

Passen Sie sich rechtzeitig an!

Energiemanagement in der gültigen Standardversion 2018

21.08.2018 – inzwischen liegt der Stichtag für die Veröffentlichung der neuen Standardversion (DIN EN ISO 50001:2018) für Energiemanagementsysteme (EnMS) schon ein paar Monate zurück. Darum wollen wir Sie nun nachträglich informieren, damit Sie rechtzeitig handeln können.

Denn wie bereits zuvor bei der DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und der DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement), wurde nun auch die neue DIN EN ISO 50001 an die sogenannte „High-Level-Structure“ (HLS) angepasst. Das bedeutet einfach gesagt, dass durch eine einheitliche, normübergreifende Gliederung, ISO-Normen verbessert und strukturiert werden sollen.

Das bringt also nun auch für das EnMS die „neuen“ Inhalte der Chancen- Risikobewertung sowie die Bewertung relevanter externer und interner Themen und Parteien mit sich – das heißt Themen, die für die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens interessant sind, bzw. sich auf das Ergebnis Ihres Unternehmens auswirken können.

Die neue Struktur macht zusätzlich aber auch Synergien zwischen den Normen möglich und erleichtert den Aufbau eines integrierten Mangagementsystems wesentlich, da die neuen standardisierten Normen sich im grundsätzlichen Strukturaufbau ähneln und Schnittmengen bilden. Für Sie die perfekte Grundlage zur Optimierung!

 

Die deutsche Fassung der DIN EN ISO 50001:2018 wurde am 23.11.2018 veröffentlicht und bringt im wesentlichen folgende, für Sie interessante Veränderungen mit sich:

• Umstellung auf die High Level Structure
   ◦ wertvolle Bewertung relevanter externer und interner Themen sowie interessierter Parteien
   ◦ Kontextanalyse der Risiken und Chancen in Bezug auf die energiebezogene Leistung
   ◦ Konkretisierung von Begriffen und Definitionen
   ◦ Einbeziehung relevanter Normen der DIN EN ISO 50000er-Reihe (ISO 50003; ISO 50004; ISO 50006; ISO 500015)

• Normalisierung der Daten
   ◦ In Bezug auf die Energieleistungskennzahlen (EnPIs) und die energetischen Ausgangsbasen (EnBs)

• Schwerpunkt der energetischen Bewertung auf die Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz, die sogenannten SEUs – significant energy uses

• Der Bereich „Plan für die Energiemessung“ wurde ergänzt und präzisiert und heißt nun: „Plan für die Energiedatensammlung“

• Anforderung der stetigen Verbesserung der energiebezogenen Leistung

 

Für die Umsetzung der neuen Normeninhalte hat die DAkkS bereits wichtige Übergangsregelungen festgelegt:

• 01.12.2018 – Erteilte Zertifikate auf Basis der DIN EN ISO 50001:2011 erhalten die Gültigkeitsfrist 20.08.2021, bis zur Durchführung eines erfolgreichen Audits auf Basis der neuen Standardversion DIN EN ISO 50001:2018.

• 21.02.2020 – Alle Audits müssen auf Basis der neuen Standardversion DIN EN ISO 50001:2018 durchgeführt werden.

• 21.08.2021 – Mit dem Ende der Übergangsfrist zu diesem Datum, verlieren alle auf Basis der alten Norm erteilten Zertifikate ihre Gültigkeit und müssen zurückgezogen werden.

 

Uns als Energie-Experten gibt die Aktualisierung also auch die Möglichkeit grundlegende Energie-Fragen noch genauer zu beantworten, Vorgänge präziser zu erklären und Potenziale zu erschließen, die wir gern für Sie bergen und sicher und normgerecht in den Hafen führen.

Sprechen Sie uns an!

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Encadi-News | 17.04.2019

Mit gutem Beispiel vorangehen

Das Ziel unserer täglichen Arbeit ist das Schaffen von Bewusstsein für vergängliche Ressourcen und die Reduzierung der Energiebezüge, bzw. die Steigerung der Energieeffizienz unserer Kunden. Anders als in manchen politischen Regionen in Übersee, sind wir davon überzeugt, dass jeder Einzelne von uns mit seiner eigenen CO2-Bilanz Einfluss auf den Klimawandel und damit den Treibhausgaseffekt hat. Daher unterstützen wir ebenso wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Initiative „KLIMARETTER – LEBENSRETTER“ der viamedica. Gemeinsam mit den anderen Nutzern verpflichtet sich jeder Einzelne für kleinere Ziele im täglichen Leben, um seine CO2-Bilanz zu verbessern. Viele kleine Taten ergeben bei dieser Idee das große Ganze, sodass ein Ziel sein kann die Treppe statt des Aufzugs zu wählen, oder Termine via Telefonkonferenz wahrzunehmen, anstatt mit dem PKW anzureisen. Wir laden Sie daher ganz herzlich ein: Machen Sie mit und werden Sie Teil des Projekts „KLIMARETTER – LEBENSRETTER“!

Klimaretter-Lebensretter

Encadi-News | 08.04.2019

Neues Merkblatt für Energieaudits und Einführung des Leitfadens zur Erstellung der Energieauditberichte

Mit der Novellierung des Merkblatts für Energieaudits vom Bundesamt für Wirtschat und Ausfuhrkontrolle (BAFA) am 13.02.2019 gibt es einige Veränderungen. Besonders für Krankenhäuser und produzierende Gewerbe dürfte die Novellierung einen bitteren Beigeschmack haben. Denn gemäß Kapitel 3.2.1 (Unternehmen mit mehreren gleichartigen Standorten) hält das BAFA fest, dass das Multi-Site-Verfahren, welches den Aufwand der Außeneinsätze teils drastisch reduzieren kann, für den Krankenhausbereich oder für Produktionsstätten aufgrund der komplexen und differenzierten gegebenen technischen Infrastruktur nicht länger geeignet ist.

Die Bußgeldvorschriften bei nicht richtig oder nicht vollständig durchgeführten Energieaudits (Kapitel 6) verknüpft das BAFA nun mit den Anforderungen des frisch erschienenen Leitfadens zur Erstellung von Energieauditberichten. Dieser Leitfaden soll waghalsige Auslegungen der DIN EN 16247-1 vermeiden und den Energieauditoren bei der ordnungsgemäßen Umsetzung unterstützen. In dem Leitfaden wurden häufig aufgetretene Fragen der FAQs aufgegriffen und weitestgehend teils schriftlich, teils visuell mittels Grafiken beantwortet.

Spätestens jetzt steht allen Energieauditoren einer korrekten Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247-1 nichts mehr im Wege. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch Angriffsfläche bei Abweichungen vom Leitfaden.

Wir freuen uns darauf auch weiterhin rechtskonforme Energieaudits mit maximalem Mehrwert und Kundennutzen für unsere Bestands- und Neukunden umzusetzen! Sprechen Sie uns gern an.

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