Neues rund um das Thema Energie

Unter der Rubrik News finden Sie Aktuelle Themen, neue Produkte, Novellierungen relevanter Publikationen. Seien es Neuigkeiten über unser Unternehmen, unsere Produkte, oder aktuelle Schlagzeilen im Energiesektor. Ein Besuch lohnt sich!

Encadi-News | 03.12.2019

Novellierung des EDL-G 2019 tritt in Kraft!

Skizzierter Auszug der Änderungen: Bagatellgrenze und Online-Energieauditerklärung

Nachdem der Bundestag die Änderungen des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) in dessen Sitzung am 27. Juni 2019 bereits verabschiedet und der Bundesrat der Novelle am 20. September zugestimmt hat, trat das novellierte EDL-G mit am 26.11.2019 final in Kraft. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle weist entsprechend diejenigen Unternehmen, die ihr Energieaudit zwischen dem 26. November 2019 und dem 31. Dezember 2019 abgeschlossen haben darauf hin, dass die Pflicht nach § 8c Absatz 1 bis zum 31. März 2020 zu erfüllen ist. Für Unternehmen und Energieauditoren, die ein Energieaudit vor Inkrafttreten der Novelle begonnen haben, werden allerdings großzügige Übergangsfristen eingeräumt.

Zukünftig ist jedes Unternehmen, welches nicht als KMU (kleines oder mittelständisches Unternehmen) gilt und damit grundsätzlich dazu verpflichtet ist ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchzuführen, dazu verpflichtet, proaktiv eine Online-Energieauditerklärung beim BAFA abzugeben. Mit der neu eingeführten Bagatellgrenze von < 500.000 kWh/a können Unternehmen mit wenig Energiebezug aufatmen. Diese müssen in einem vereinfachten Verfahren spätestens zwei Monate nachdem sie ein umfassendes Energieaudit nach Maßgabe des EDL-G hätten durchführen müssen, Angaben zu ihrem Unternehmen und ihrem Energieverbrauch über die Online-Erklärung an das BAFA melden. Die Bagatellgrenze bezieht sich in diesem Zusammenhang auf den Gesamtenergieverbrauch der kleinsten rechtlich selbstständigen Einheit (z.B. ein einzelnes Unternehmen einer Unternehmensgruppe) inklusive aller Standorte des verpflichteten Unternehmens.

Für jedes Unternehmen oberhalb der 500.000 kWh/a Gesamtenergieverbrauch ist die Online-Energieauditerklärung deutlich aufwändiger. Hier werden Eckdaten aus dem Bericht wie Angaben zum Unternehmen, zum Energieauditor, zum Energieverbrauch, zu den vorgeschlagenen Energieeffizienz-Maßnahmen abgefragt. Hochzuladen sind die Angaben ebenfalls bis spätestens zwei Monate nach Fertigstellung des Energieaudits.

Besonders interessant: Neben relevanten Inhalten des Energieauditberichts interessiert sich das BAFA auch für die Kosten, die das jeweils durchgeführte Energieaudit verursacht hat. Damit ist davon auszugehen, dass zukünftig eine Aussage über einen durchschnittlichen Wert eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1 getroffen werden könnte. Das BAFA versichert jedoch mit Verweis auf § 30 VwVfG, dass sämtliche Angaben keinem unbefugten Dritten zugänglich gemacht werden dürfen und die Sicherheit der Daten höchste Priorität genießt.

Auch für messtechnisch nur teilweise erfasste Energieverbrauchspauschalen zwischen Eigentümer und Mieter zeigt das BAFA eine Lösung auf. Gemäß § 6 der Heizkostenverordnung ist der Vermieter nämlich verpflichtet, die Betriebskosten von Heizung und Warmwasser mindestens zu 50 Prozent verbrauchsabhängig abzurechnen. In diesen Fällen können Hochrechnungen bzw. Abschätzungen anhand der verbrauchsabhängigen Abrechnung und des Verteilungsschlüssels des Vermieters z. B. auf Basis der genutzten Flächen vom jeweilig verpflichteten Unternehmen vorgenommen werden. Liegen auch hierfür keine Informationen vor, reicht der Bezug auf Energieverbrauchskennzahlen aus einem Energieverbrauchs- bzw. Energiebedarfsausweis.

 

Auch an die durchführenden Energieauditoren wurde bei der Novelle gedacht. Die Auditoren sind nun verpflichtet an regelmäßigen Fortbildungen teilzunehmen. Während die öffentliche BAFA-Registrierungsliste bisher für die zu auditierenden Unternehmen eher als Orientierung diente, sind darüber hinaus die Energieauditoren vorab mittels entsprechenden Qualifizierungsnachweisen dazu verpflichtet sich zu registrieren. Öffentlich listen lassen müssen sich die Energieauditoren jedoch weiterhin nicht. Sofern ein Mitarbeiter eines zu auditierenden Unternehmens entsprechende Qualifikationen mitbringt und zudem in seiner Aufgabenwahrnehmung unabhängig ist, ist es nach wie vor möglich, das Energieaudit auch von einer unternehmensinternen Person durchführen zu lassen.

 

Gerne unterstützen wir Sie bei dem Verfahren der Online-Energieauditerklärung und sind mit unseren registrierten Ingenieuren für Sie da!

Für derartige Unterstützungsleistungen stellt das BAFA bewusst eine temporäre Vollmacht zur Verfügung.  

Encadi-News | 12.11.2019

Willkommen im Team encadi!

Niemand spielt eine Symphonie alleine! Daher freuen wir uns über unser neustes Mitglied in unserem sinnbildlichen Orchester und heißen Luca herzlich willkommen. 

Luca befindet sich gerade im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen am ITB der Fachhochschule Münster und genießt damit eine optimale Ausbildung für die viel gefragte Schnittstelle zwischen der Technik und der Betriebswirtschaftslehre.  

Nach den ersten Sätzen war klar, dass Luca ein absoluter Teamplayer ist, sich besonders für die Fragen aus Kundensicht interessiert und eine hohe Eigenmotivation mitbringt. Der Platz im Vertriebsteam war damit schnell gefunden. Seine studentische Vita mit marketingtechnischen Themenschwerpunkten macht deutlich, dass sein Blick über den in unserer Branche oftmals sehr technisch geprägten Tellerrand hinaus geschärft ist. Beste Vorraussetzungen also, um sich in unserem Team aus innovativen Querdenkern einzureihen.

 Wir freuen uns, dass du uns auf unserem spannenden Weg die Welt ein kleines Stück effizienter zu gestalten begleitest!

Encadi-News | 22.10.2019

Finale der Energieaudits nach DIN EN 16247-1

Beispielhafte, gewichtete Analyse der Monatsverbräuche

Legt man die Pflicht zur erstmaligen Durchführung eines Energieaudits (Erstaudit) nach DIN EN 16247-1 zugrunde – damals setzte die Bundesregierung die Frist auf den 05.12.2015 – so rückt unter Berücksichtigung des 4-Jahres-Rhythmus für viele Unternehmen die Deadline zum 05.12.2019 immer näher.

Dabei wählten die zur Durchführung eines Energieaudits verpflichteten Nicht-KMUs verschiedene Strategien. Manche Unternehmen entschieden sich frühzeitig, das Wiederholungsaudit zu beginnen und sehen der Deadline gelassen entgegen. Andere wiederum hatten das Datum nicht mehr auf dem Zettel und so wiederholt sich derzeit das Szenario von vor vier Jahren, in dem es ein Ungleichgewicht zwischen zu auditierenden Unternehmen und anerkannten Auditoren gibt.

Weniger Stress durch sinnvolle Alternativstrategie

Eine weitere interessante Strategie ist jene, für die sich viele unserer Kunden entschieden. Die Kunden wählten eine regelmäßige Betreuung über die vorgegebenen vier Jahre mit maximal sinnvollem Leistungsumfang. Am Ende wurde dabei die Essenz aus den vergangenen vier Jahren transparent und zielorientiert in einem rechtskonformen Energieauditbericht zusammengetragen. Dieses Vorgehen dankten unsere Kunden uns mit einem positiven Feedback. Durch die stetige Betreuung konnte darüber hinaus über die gesamte Laufzeit schnell auf Änderungen der Anforderungen an ein Energieaudit reagiert und ein echter Mehrwert für den Kunden erzielt werden.

Die Frist richtig einordnen

Dem oben erwähnten Ungleichgewicht zwischen zu auditierenden Unternehmen und anerkannten Auditoren im Jahr 2015 ist leider auch die Fristüberschreitung des einen oder anderen Unternehmens verschuldet. Die allgemeine Frist zur Durchführung eines Wiederholungsaudit bis zum 05.12.2019 sorgte in diesem Jahr zum Teil für Verunsicherung. Fakt ist jedoch: Unabhängig davon, wann ein Unternehmen das Erstaudit abgeschlossen hat – vollständig abgeschlossen gilt ein Energieaudit nach Durchführung der Abschlusspräsentation – ist es dazu verpflichtet, vier Jahre nach Abschluss des Erstaudits das Wiederholungsaudit vollständig abzuschließen.

Die Welle durchzuführender Energieaudits dürfte sich also bis zu einem gewissen Punkt bis in das kommende Jahr ziehen. Gern führen wir das Energieaudit unter Berücksichtigung der neusten Anforderungen an ein Energieaudit für Ihr Unternehmen durch!

Encadi-News | 18.09.2019

Neue Regelung für die Stromsteuerbefreiung für Eigenstrom aus BHKW

Quelle: www.zoll.de

Am 01.07.2019 ist das Gesetz zur Neuregelung von Stromsteuerbefreiungen sowie zur Änderung energiesteuerrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten.

Nach Auffassung der Europäischen Kommission handelt es sich bei der Stromsteuerbefreiung für eigenerzeugten Strom durch BHKW um staatliche Beihilfen. Durch das neue Gesetz wird die Steuerbefreiung in Einklang mit dem EU-Beihilferecht gebracht.

 

Auswirkungen und Handlungsbedarf:

 

Für hocheffiziente KWK-Anlagen kleiner 50 kW elektrisch besteht kein Handlungsbedarf, da eine allgemeine Erlaubnis zur Steuerbefreiung bereits automatisch besteht.

 

Für hocheffiziente KWK-Anlagen größer 50 kW und kleiner 2.000 kW muss bis zum 31.12.2019 eine förmliche Erlaubnis beantragt werden. Diese wird durch einen Antrag mit den Formularen 1422 und 1422a beim zuständigen Hauptzollamt erwirkt.

 

Liegt keine allgemeine Erlaubnis vor und eine förmliche Erlaubnis wird nicht beantragt, entfällt die Stromsteuerbefreiung auf den selbsterzeugten Strom rückwirkend zum 01.07.2019.

 

Sie haben noch nicht gehandelt? Wir bereiten gern die Anträge zeitnah für Sie vor und lassen Ihnen die notwendigen Unterlagen zukommen. Sofern Ihr BHKW bislang nicht von der encadi betreut wird und Sie Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.

 

Hinweis:

Für den Antrag der förmlichen Erlaubnis ist unter anderem ein Messkonzept zur Abgrenzung des Stromverbrauchs von Dritten erforderlich (sofern Dritte mit Strom beliefert werden). Wenn Sie Strom an Dritte liefern und noch kein Messkonzept für Ihre Liegenschaft erstellt haben, sollte dies zeitnah erfolgen, um die Frist 31.12.2019 nicht zu gefährden. Auch zu dieser Thematik beraten wir Sie gern und unterstützen Sie bei Bedarf bei der sinnvollen Entwicklung eines Messkonzepts. Kommen Sie gern auf uns zu.

Encadi-News | 16.08.2019

Neue Immissionsschutzverordnung ist in Kraft getreten

Übersicht Emmissionsanforderungen für Stickoxid und Kohlenmonoxid

Am 19. Juni wurde die neue Verordnung, die 44. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (44. BImSchV), im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist somit in Kraft getreten, nachdem sie bereits im Dezember 2018 durch den Bundestag verabschiedet wurde.

In der „44. BImSchV“ werden Emissionsgrenzwerte für genehmigungsbedürftige und nicht genehmigungsbedürftige Anlagen zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung festlegt. Dabei handelt es sich vornehmlich um Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 1 und 50 MW (brennstoffunabhängig, ausgenommen Abfall), einschließlich Verbrennungsmotoren und Gasturbinen. Damit löst die 44. BImSchV größtenteils die seit 2002 unveränderte Verwaltungsvorschrift „Technische Anleitung Luft“ (TA Luft) ab.

Was ist neu?

Die größte Änderung im Vergleich zur TA Luft ist in den Emissionsgrenzwerten für Stickstoffdioxid (NOX) von Verbrennungsmotoranlagen (Magermotoren) zu finden. In diesem Fall hat der deutsche Gesetzgeber die Europäischen Vorgaben für Neuanlagen von 250 mg/Nm³ (bei 5 % Sauerstoffgehalt) weit unterschritten und fordert für Neuanlagen ab dem 1. Januar 2025 100 mg/Nm³ (bisher TA Luft sind 500 mg/Nm³). Dieser Grenzwert ist nur mithilfe eines zusätzlichen Katalysators (sog. Selektive katalytische Reduktion, kurz SCR) zur Minderung von Stickoxiden zu erreichen, in dem Harnstoff in den Abgasstrom eingebracht wird. Für bestehende Anlagen gelten diese Grenzwerte erst zum 1. Januar 2029 (bis dahin gilt der Grenzwert der TA Luft von 500 mg/Nm³), so dass bis zum Inkrafttreten der Regelung die meisten Anlagen ihren Lebenszyklus ohnehin abgeschlossen haben.

Encadi-News | 29.07.2019

Positive Entwicklung zur EEG-Umlagebelastung auf Eigenstromnutzung

Beschlussempfehlung und Bericht - Drucksache 19/11186 (neu)

Als Konsequenz des EuGH-Urteils zur beihilferechtlichen Einordnung des EEG 2012 vom 28.03.2019 befasst sich die nationale Gesetzgebung erneut mit der EEG-Umlagebelastung auf Eigenstromnutzung. Gemäß des Urteils stellt das EEG keinen beihilferechtlichen Tatbestand dar. Der Gesetzgeber überträgt diese Einstufung in Teilen auf das KWKG und beschließt eine gesetzestechnische Anpassung im Bundestag in der Nacht vom 26. auf 27. Juni 2019 in zweiter und dritter Lesung. Die erforderliche Zustimmung zu den Änderungen durch den Bundesrat wird in der Sitzung am 20.09.2019 erwartet.

Nach Zustimmung durch den Bundestag werden unter anderem nachfolgende Veränderungen rechtskräftig:

  • Die Betriebsstunden-bezogene Anpassung („3.500-Stunden-Restriktion“) der EEG-Umlagebelastung für KWK-Anlagen mit einer elektrischer Leistung zwischen 1 MW und 10 MW wird (mit wenigen Ausnahmen) aufgehoben.
  • Der Genehmigungsvorbehalt zur Verlängerung des KWKG wird aufgehoben.

 

Die offiziellen Dokumente (Bundestagsdrucksachen) finden Sie zum Nachlesen hier:

clearingstelle-eeg-kwkg

Encadi-News | 12.07.2019

Bagatellgrenzen für Energieaudit-Pflicht – Bundestag verabschiedet Änderungen des EDL-G

Darstellung zur Anwendung der Bagatellgrenze im Gesetztentwurf des EDL-G

Am Morgen des 28. Juni dieses Jahres verabschiedete der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 30. April mit nur kleinen Anpassungen und lockerte mit der bevorstehenden Bagatellgrenze die EnAudit-Pflicht für Nicht-KMUs mit verhältnismäßig geringen Gesamtenergieverbräuchen. Demnach entscheidet nach in Kraft treten des Gesetzes (der Bundesrat tagt diesbezüglich voraussichtlich am 20. September 2019) der reine Status KMU oder Nicht-KMU nicht länger alleine über die Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Die Bundesregierung entschied sich für die Berücksichtigung einer Bagatellgrenze von 500.000 kWh/Jahr, die ein Unternehmen nicht überschreiten dürfe, um ebenfalls der EnAudit-Pflicht zu entgehen. Wichtig ist in diesem Fall, dass es sich dabei nicht um Standorte, sondern um Unternehmen handelt. Gemäß der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 (veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union am 20. Mai 2003), auf die sich das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) bezieht, handelt es sich bei einem Unternehmen um die kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen, Filialen und Betriebe.

 

 

Hier eine Übersicht der Änderungen:

Status des Nicht-KMU (§ 8 Abs. 2):

Unternehmen sind innerhalb von zwanzig Monaten nach dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmals den Satus des NICHT-KMU erlangt hat, zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet.

Einführung einer Bagatellgrenze (§ 8 Abs. 3 Nr. 4):

Nicht-KMUs, die weniger als 500.000 kWh/Jahr Gesamtenergieverbrauch vorweisen können, sollen von der Durchführung eines Energieaudits ausgenommen werden und stattdessen proaktiv eine Meldung über den Gesamtenergieverbrauch an das BAFA abgeben.

Anforderungen an Energieaudits (§ 8a):

In einem Energieaudit aufzuführende Analysen werden konkretisiert und die Bilanzgrenzen der 90%-Regel werden auf alle Standorte in Mischsystemen (mehrere Standorte mit und ohne EMAS-, bzw. DIN EN ISO 50001-Zertifizierung) erweitert.

Fortbildungsnachweise für Energieauditoren (§ 8b Abs. 1 Nr. 3):

Energieauditoren (intern oder extern) sollen regelmäßige fachbezogene Fortbildungen nachweisen. Der Nachweis hat erstmals bis spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G zu erfolgen.

Registrierungspflicht für Energieauditoren (§ 8b Abs. 2):

Alle Energieauditoren, die nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G ein Energieaudit durchführen, sollen sich vor diesem Energieaudit beim BAFA (inkl. beizubringender Qualifikationsnachweise) registrieren.

Proaktive Nachweisführung (§ 8c Abs.1):

Alle Unternehmen sollen innerhalb von zwei Monaten nach Fertigstellung des Energieaudits über ein elektronisches Portal eine entsprechende Meldung ggü. dem BAFA abgeben. Für Unternehmen, die ihr Energieaudit zwischen Inkrafttreten des EDL-G in geänderter Form und dem 31. Dezember 2019 abschließen, gilt abweichend eine Frist bis zum 31. März 2020. Die Meldung umfasst:

  1. Angaben zum Unternehmen,
  2. Angaben zur Person, die das Energieaudit durchgeführt hat,
  3. Angaben zum Gesamtenergieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr und unterteilt nach Energieträgern,
  4. die bestehenden Energiekosten in Euro pro Jahr auch unterteilt nach Energieträgern,
  5. die identifizierten und vorgeschlagenen Maßnahmen inklusive Angabe der Investitionskosten, der zu erwartenden Nutzungsdauer, zu erwartenden Energieeinsparungen in Kilowattstunden pro Jahr und in Euro und
  6. die Kosten des Energieaudits (unternehmensintern und -extern).

Die Punkte 1, 3 und 4 sind auch von solchen Unternehmen zu erklären, die aufgrund der Bagatellgrenze von der Energieauditpflicht befreit sind innerhalb von zwei Monaten nach dem gemäß § 8 Absatz 1 und 2 maßgeblichen Zeitpunkt (4 Jahre nach Erstaudit) dem BAFA zu melden.