Neues rund um das Thema Energie

Unter der Rubrik News finden Sie Aktuelle Themen, neue Produkte, Novellierungen relevanter Publikationen. Seien es Neuigkeiten über unser Unternehmen, unsere Produkte, oder aktuelle Schlagzeilen im Energiesektor. Ein Besuch lohnt sich!

Encadi-News | 18.09.2019

Neue Regelung für die Stromsteuerbefreiung für Eigenstrom aus BHKW

Quelle: www.zoll.de

Am 01.07.2019 ist das Gesetz zur Neuregelung von Stromsteuerbefreiungen sowie zur Änderung energiesteuerrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten.

Nach Auffassung der Europäischen Kommission handelt es sich bei der Stromsteuerbefreiung für eigenerzeugten Strom durch BHKW um staatliche Beihilfen. Durch das neue Gesetz wird die Steuerbefreiung in Einklang mit dem EU-Beihilferecht gebracht.

 

Auswirkungen und Handlungsbedarf:

 

Für hocheffiziente KWK-Anlagen kleiner 50 kW elektrisch besteht kein Handlungsbedarf, da eine allgemeine Erlaubnis zur Steuerbefreiung bereits automatisch besteht.

 

Für hocheffiziente KWK-Anlagen größer 50 kW und kleiner 2.000 kW muss bis zum 31.12.2019 eine förmliche Erlaubnis beantragt werden. Diese wird durch einen Antrag mit den Formularen 1422 und 1422a beim zuständigen Hauptzollamt erwirkt.

 

Liegt keine allgemeine Erlaubnis vor und eine förmliche Erlaubnis wird nicht beantragt, entfällt die Stromsteuerbefreiung auf den selbsterzeugten Strom rückwirkend zum 01.07.2019.

 

Sie haben noch nicht gehandelt? Wir bereiten gern die Anträge zeitnah für Sie vor und lassen Ihnen die notwendigen Unterlagen zukommen. Sofern Ihr BHKW bislang nicht von der encadi betreut wird und Sie Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.

 

Hinweis:

Für den Antrag der förmlichen Erlaubnis ist unter anderem ein Messkonzept zur Abgrenzung des Stromverbrauchs von Dritten erforderlich (sofern Dritte mit Strom beliefert werden). Wenn Sie Strom an Dritte liefern und noch kein Messkonzept für Ihre Liegenschaft erstellt haben, sollte dies zeitnah erfolgen, um die Frist 31.12.2019 nicht zu gefährden. Auch zu dieser Thematik beraten wir Sie gern und unterstützen Sie bei Bedarf bei der sinnvollen Entwicklung eines Messkonzepts. Kommen Sie gern auf uns zu.

Encadi-News | 16.08.2019

Neue Immissionsschutzverordnung ist in Kraft getreten

Übersicht Emmissionsanforderungen für Stickoxid und Kohlenmonoxid

Am 19. Juni wurde die neue Verordnung, die 44. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (44. BImSchV), im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist somit in Kraft getreten, nachdem sie bereits im Dezember 2018 durch den Bundestag verabschiedet wurde.

In der „44. BImSchV“ werden Emissionsgrenzwerte für genehmigungsbedürftige und nicht genehmigungsbedürftige Anlagen zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung festlegt. Dabei handelt es sich vornehmlich um Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 1 und 50 MW (brennstoffunabhängig, ausgenommen Abfall), einschließlich Verbrennungsmotoren und Gasturbinen. Damit löst die 44. BImSchV größtenteils die seit 2002 unveränderte Verwaltungsvorschrift „Technische Anleitung Luft“ (TA Luft) ab.

Was ist neu?

Die größte Änderung im Vergleich zur TA Luft ist in den Emissionsgrenzwerten für Stickstoffdioxid (NOX) von Verbrennungsmotoranlagen (Magermotoren) zu finden. In diesem Fall hat der deutsche Gesetzgeber die Europäischen Vorgaben für Neuanlagen von 250 mg/Nm³ (bei 5 % Sauerstoffgehalt) weit unterschritten und fordert für Neuanlagen ab dem 1. Januar 2025 100 mg/Nm³ (bisher TA Luft sind 500 mg/Nm³). Dieser Grenzwert ist nur mithilfe eines zusätzlichen Katalysators (sog. Selektive katalytische Reduktion, kurz SCR) zur Minderung von Stickoxiden zu erreichen, in dem Harnstoff in den Abgasstrom eingebracht wird. Für bestehende Anlagen gelten diese Grenzwerte erst zum 1. Januar 2029 (bis dahin gilt der Grenzwert der TA Luft von 500 mg/Nm³), so dass bis zum Inkrafttreten der Regelung die meisten Anlagen ihren Lebenszyklus ohnehin abgeschlossen haben.

Encadi-News | 29.07.2019

Positive Entwicklung zur EEG-Umlagebelastung auf Eigenstromnutzung

Beschlussempfehlung und Bericht - Drucksache 19/11186 (neu)

Als Konsequenz des EuGH-Urteils zur beihilferechtlichen Einordnung des EEG 2012 vom 28.03.2019 befasst sich die nationale Gesetzgebung erneut mit der EEG-Umlagebelastung auf Eigenstromnutzung. Gemäß des Urteils stellt das EEG keinen beihilferechtlichen Tatbestand dar. Der Gesetzgeber überträgt diese Einstufung in Teilen auf das KWKG und beschließt eine gesetzestechnische Anpassung im Bundestag in der Nacht vom 26. auf 27. Juni 2019 in zweiter und dritter Lesung. Die erforderliche Zustimmung zu den Änderungen durch den Bundesrat wird in der Sitzung am 20.09.2019 erwartet.

Nach Zustimmung durch den Bundestag werden unter anderem nachfolgende Veränderungen rechtskräftig:

  • Die Betriebsstunden-bezogene Anpassung („3.500-Stunden-Restriktion“) der EEG-Umlagebelastung für KWK-Anlagen mit einer elektrischer Leistung zwischen 1 MW und 10 MW wird (mit wenigen Ausnahmen) aufgehoben.
  • Der Genehmigungsvorbehalt zur Verlängerung des KWKG wird aufgehoben.

 

Die offiziellen Dokumente (Bundestagsdrucksachen) finden Sie zum Nachlesen hier:

clearingstelle-eeg-kwkg

Encadi-News | 12.07.2019

Bagatellgrenzen für Energieaudit-Pflicht – Bundestag verabschiedet Änderungen des EDL-G

Darstellung zur Anwendung der Bagatellgrenze im Gesetztentwurf des EDL-G

Am Morgen des 28. Juni dieses Jahres verabschiedete der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 30. April mit nur kleinen Anpassungen und lockerte mit der bevorstehenden Bagatellgrenze die EnAudit-Pflicht für Nicht-KMUs mit verhältnismäßig geringen Gesamtenergieverbräuchen. Demnach entscheidet nach in Kraft treten des Gesetzes (der Bundesrat tagt diesbezüglich voraussichtlich am 20. September 2019) der reine Status KMU oder Nicht-KMU nicht länger alleine über die Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Die Bundesregierung entschied sich für die Berücksichtigung einer Bagatellgrenze von 500.000 kWh/Jahr, die ein Unternehmen nicht überschreiten dürfe, um ebenfalls der EnAudit-Pflicht zu entgehen. Wichtig ist in diesem Fall, dass es sich dabei nicht um Standorte, sondern um Unternehmen handelt. Gemäß der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 (veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union am 20. Mai 2003), auf die sich das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) bezieht, handelt es sich bei einem Unternehmen um die kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen, Filialen und Betriebe.

 

 

Hier eine Übersicht der Änderungen:

Status des Nicht-KMU (§ 8 Abs. 2):

Unternehmen sind innerhalb von zwanzig Monaten nach dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmals den Satus des NICHT-KMU erlangt hat, zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet.

Einführung einer Bagatellgrenze (§ 8 Abs. 3 Nr. 4):

Nicht-KMUs, die weniger als 500.000 kWh/Jahr Gesamtenergieverbrauch vorweisen können, sollen von der Durchführung eines Energieaudits ausgenommen werden und stattdessen proaktiv eine Meldung über den Gesamtenergieverbrauch an das BAFA abgeben.

Anforderungen an Energieaudits (§ 8a):

In einem Energieaudit aufzuführende Analysen werden konkretisiert und die Bilanzgrenzen der 90%-Regel werden auf alle Standorte in Mischsystemen (mehrere Standorte mit und ohne EMAS-, bzw. DIN EN ISO 50001-Zertifizierung) erweitert.

Fortbildungsnachweise für Energieauditoren (§ 8b Abs. 1 Nr. 3):

Energieauditoren (intern oder extern) sollen regelmäßige fachbezogene Fortbildungen nachweisen. Der Nachweis hat erstmals bis spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G zu erfolgen.

Registrierungspflicht für Energieauditoren (§ 8b Abs. 2):

Alle Energieauditoren, die nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G ein Energieaudit durchführen, sollen sich vor diesem Energieaudit beim BAFA (inkl. beizubringender Qualifikationsnachweise) registrieren.

Proaktive Nachweisführung (§ 8c Abs.1):

Alle Unternehmen sollen innerhalb von zwei Monaten nach Fertigstellung des Energieaudits über ein elektronisches Portal eine entsprechende Meldung ggü. dem BAFA abgeben. Für Unternehmen, die ihr Energieaudit zwischen Inkrafttreten des EDL-G in geänderter Form und dem 31. Dezember 2019 abschließen, gilt abweichend eine Frist bis zum 31. März 2020. Die Meldung umfasst:

  1. Angaben zum Unternehmen,
  2. Angaben zur Person, die das Energieaudit durchgeführt hat,
  3. Angaben zum Gesamtenergieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr und unterteilt nach Energieträgern,
  4. die bestehenden Energiekosten in Euro pro Jahr auch unterteilt nach Energieträgern,
  5. die identifizierten und vorgeschlagenen Maßnahmen inklusive Angabe der Investitionskosten, der zu erwartenden Nutzungsdauer, zu erwartenden Energieeinsparungen in Kilowattstunden pro Jahr und in Euro und
  6. die Kosten des Energieaudits (unternehmensintern und -extern).

Die Punkte 1, 3 und 4 sind auch von solchen Unternehmen zu erklären, die aufgrund der Bagatellgrenze von der Energieauditpflicht befreit sind innerhalb von zwei Monaten nach dem gemäß § 8 Absatz 1 und 2 maßgeblichen Zeitpunkt (4 Jahre nach Erstaudit) dem BAFA zu melden.

Encadi-News | 11.07.2019

3. Novellierung für Energieaudits nach DIN EN 16247-1 – Krankenhäuser nun doch zur Clusterbildung zugelassen

Quelle: BAFA-Merkblatt

Nach der ersten Energieaudit-Welle im Jahr 2015 wurde es zwischenzeitlich ruhig um die gesetzliche Pflicht zur Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Nachdem das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in den vergangenen drei Jahren dessen Aufgabe als Kontrollinstanz nachgekommen ist und die Zeit zwischen dem gesetzlich vorgeschriebenen Erstaudit bis zum 5.12.2015 und dem Wiederholungsaudit (vier Jahre nach Abschluss des Erstaudits) genutzt hat, um die angekündigten Stichprobekontrollen durchzuführen, wurde das Merkblatt am 28.06.2019 nun bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr novelliert.

Änderungen gab es bezüglich der Definition des Gesamtenergieverbrauchs von Unternehmen mit mehreren Standorten sowie der Anwendung des Multi-Site-Verfahrens bei Unternehmen mit mehreren gleichartigen Standorten. Der zu ermittelnde Gesamtenergieverbrauch schließt neuerdings ausdrücklich Standorte, die nach EMAS und/oder DIN EN ISO 50001 zertifiziert sind mit in die Bilanz ein. Die für die Repräsentativität eines Energieaudit erforderlichen und abzubildenden 90% eines Unternehmens dürften damit bei bestehenden Mischsystemen nun schneller erreicht werden. Bei der Änderung des Kapitels 3.2.1 wird es besonders für Produktionsstätten und Krankenhäuser interessant. Während diese in der vorangegangenen Fassung vom 13.02.2019 noch kategorisch von der Anwendbarkeit zur Durchführung des Multi-Site-Verfahrens ausgeschlossen wurden, heißt es nun, dass bei nachvollziehbarer und eindeutiger Beschreibung und Definition der Clusterkriterien die Vergleichbarkeit und die Anwendung des Multi-Site-Verfahrens möglich ist.

Gern prüfen wir den Sachverhalt für Ihr persönliches Anwendungsbeispiel!

Encadi-News | 28.05.2019

Stichtag zur Meldung versorgter Dritte für BHKW

Wir möchten Sie auf die zeitnah ablaufende Frist (31.05.2019) zur Meldung versorgter Dritte für BHKW-Strom an den Übertragungsnetzbetreiber aufmerksam machen.

Zum Hintergrund:

Betreiber von Eigenversorgungsanlagen wie zum Beispiel von Blockheizkraftwerken (BHKW), welche im Versorgungsbereich nicht ausschließlich die Betreibergesellschaft versorgen, sind nach §§ 61 ff. EEG verpflichtet, die an Dritte gelieferten Strommengen an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zu melden. Durch die Novellierung des EEG durch das Energiesammelgesetz werden die Anforderungen an BHKW Betreiber weiter steigen.

Nach §62 b Absatz 3 EEG ist es zunächst für die Jahre 2018 und 2019 zulässig, „die jeweiligen [an Dritte gelieferten] Strommengen durch eine Schätzung abzugrenzen." Diese Schätzung hat in sachgerechter und in einer für einen nicht sachverständigen Dritten jederzeit nachvollziehbaren und nachprüfbaren Weise zu erfolgen.

Zur Schätzung des Drittverbrauchs hat encadi eine ingenieur-wissenschaftliche Schätzungsmethode entwickelt, die auf Basis synthetisierter Lastgänge für charakteristisch-vergleichbare Dritte die Höhe des Drittverbrauchs nachvollziehbar ermittelt.

 

Ab 01.01.2020 muss der Verbrauch Dritter (bzw. der Eigenverbrauch) messtechnisch in ¼-stündiger, geeichter Weise nachgewiesen werden. Die Beschreibung des realisierten Messkonzeptes ist der Meldung der Drittlieferungen für das Jahr 2019 (Frist: 31.05.2020) beizulegen.

Die Entwicklung eines für unsere Kunden wirtschaftlich-optimalen Messkonzepts erfolgt jeweils individuell auf Grundlage der örtlichen und elektroversorgungstechnischen Gegebenheiten. Neben der Zusammenlegung von Drittverbrauchsstellen (Pooling) werden alternativ Ansätze zur Positivmessung des Eigenbedarfs geprüft und in einer ganzheitlichen Bewertung verglichen.

Encadi-News | 24.05.2019

Kältemittel im Blick? Weitere Beschränkungen ab 2020 gemäß F-Gas Verordnung

Höchstmenge (%) für das Inverkehrbringen teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HHFKW) Jahre 2015-2030

Quelle: Umweltbundesamt

Maßgeblich für die Entwicklung des europäischen Kältemittelmarkts ist die F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 (über fluorierte Treibhausgase) aus 2015. Diese Verordnung bietet die Chance, sich mit der eigenen Kälteerzeugung am Standort langfristig nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher zu positionieren, wenn Sie rechtzeitig den Handlungsbedarf erkennen. Folgende Ziele, Instrumente und Auswirkungen stecken hinter der F-Gas Verordnung:

 

Ziele

  • Umsetzung der EU-Klimaziele im Hinblick auf fluorierte Treibhausgase
  • Ambitionierte Klimaziele: 80-95 % Minderung in 2050
  • Anreiz zum Einsatz klimafreundlicher Alternativen zu F-Gasen
  • Regelung der Verfügbarkeit und Nachfrage von Kältemitteln und Kontrolle von Emissionen

Instrumente

  1. Erweiterung von bekannten Instrumenten
    • Dichtheitsanforderungen (Leckagekontrollen, Zertifizierung)
    • Verbote des Inverkehrbringens für bestimmte Anwendungen
    • Verwendungsverbote
  2. Neue Instrumente
    • Beschränkung des Inverkehrbringens von Gasen / Quotierung
    • Beschränkungen für vorbefüllte Produkte und Einrichtungen ab 2017
    • Stufenweise Beschränkung der Verwendung von F-Gasen bei Instandhaltung und Wartung bestimmter Anlagen ab 2020 („Nachfüllverbot“)

 

„Phase down“, GWP

Über den sogenannten GWP-Faktor („Global Warming Potential“) soll der Kältemittelmarkt reguliert werden. Der GWP-Faktor stellt ein CO2-Äquivalent dar. Kältemittelhersteller dürfen in Summe pro Jahr nur bestimmte „GWP-Mengen“ produzieren. Durch die stufenweise Beschränkung des „Phase down“ werden diese Mengen für bestimmte Jahre weiter beschränkt.

In Artikel 13 der F-Gas Verordnung wird das Verbot bestimmter Anwendungen diverser Kältemittel erläutert. So gilt beispielsweise ab dem kommenden Jahr 2020 ein Nachfüllverbot für Kältemittel mit einem GWP ≥ 2.500 und Füllmenge von 40 Tonnen CO2-Äquivalenten. Bis 2030 gelten indes Übergangsregelungen für recycelte oder aufgearbeitete Kältemittel.

 F-Gas

GWP-Wert

5t CO2-Äquivalent (kg)

40t CO2-Äquivalent (kg)

 R134A

1.430

3,5

28,0

 R404A

3.922

1,3

10,2

 R407C

1.774

2,8

22,5

 R410A

2.088

2,4

19,2

 R422D

2.730

1,8

14,7

 R507

3.985

1,3

10,0

 

Auch gibt es geänderte Dichtheitsanforderungen. Geregelt sind:

  • Bemessungsgrenzen Füllmengen in CO2-Äquivalenten
  • Leckagekontrollen
  • Rückgewinnungspflichten
  • Aufzeichnungspflichten
  • Zertifizierung von Unternehmen und Personal

 

Auswirkungen

Das hat natürlich zahlreiche Auswirkungen zur Folge. Die Verfügbarkeit von HFKW als Kältemittel nimmt ab, was zu Preissteigerungen der herkömmlichen Kältemitteln führt. Denkbar sind zudem zusätzliche Wartungskosten aufgrund geforderter Dichtheitskontrollen. Positiv ist definitiv die sich bereits jetzt abzeichnende bessere Verfügbarkeit alternativer, umweltfreundlicherer Kältemittel sowie die Preissenkung der Alternativen. Wie sich die neuen Kältemittelgemische langfristig in den Markt etablieren, sich die technischen Eigenschaften in der Praxis schlagen und sich die Preise für Recycling-Kältemittel entwickeln bleibt abzuwarten. 

Definitiv lohnt es sich schon jetzt, sich Gedanken über die zukünftige Kältebereitstellung am eigenen Standort zu machen. Kommen Sie gern auf uns zu und wir entwickeln gemeinsam einen für Sie maximal sinnvollen Weg für eine langfristig wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung!