St. Franziskus-Stiftung Münster

Die St. Franziskus-Stiftung Münster ist eine von den Mauritzer Franziskanerinnen gegründete Krankenhausträgerin. Mir ihren zahlreichen Einrichtungen und insgesamt über 4.000 Betten ist die St. Franziskus-Stiftung eine der größten konfessionellen Krankenhausträgerinen in Deutschland.

Die Stiftung ist verantwortlich für derzeit 15 Krankenhäuser und neun Behinderten- und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen. Darüber hinaus hält sie Beteiligungen u. a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen.

Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001

Ausgangslage und Aufgabenstellung

Die von der Bundesregierung angestrebte Energiewende mit ihren betriebswirtschaftlichen Herausforderungen und den einhergehenden rechtlichen Verpflichtungen stellen auch an Krankenhäuser und ihre Trägerschaften neue Anforderungen. Um diesen Aufgaben strukturiert begegnen zu können, hat sich die St. Franziskus-Stiftung zusammen mit 12 ihrer Einrichtungen für die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 (EnMS) entschieden.

Mit dieser Entscheidung stellt die St. Franziskus-Stiftung sowie die mit ihr verbundenen Unternehmen sicher, dass die Pflicht, welche sich aus den §§ 8-8d des novellierten Energiedienstleistungsgesetztes (EDL-G) ergeben, erfüllt werden.

Da die encadi GmbH bereits vor Einführung des EnMS umfangreiche Energiedienstleistungen für einen Großteil der Einrichtungen durchgeführt und betreut hat, konnte für die Einführung auf eine umfangreichen Datenbasis zurückgegriffen werden. Die Einführung des EnMS erfolgte als zentrales System für die 12 Einrichtungen mit der Stiftung als Zentrale.

Für die erfolgreiche Einführung des EnMS mussten somit im Wesentlichen noch die folgenden Schritte durchgeführt werden.

  • Verfassen einer Energiepolitik
  • Klärung von Verantwortlichkeiten und Kommunikationsstrukturen
  • Strukturieren und Analysieren der Energiedaten auf Bezugs– und Verbrauchsseite
  • Ziele verfassen und Maßnahmen erstellen
  • Umsetzen von Maßnahmen
  • Interne Kommunikation
  • Interne Auditierung
  • Berichten der Ergebnisse in Managementbewertungen

Lösungsmodell und Ergebnisse

Durch Rückgriff auf die vorhandenen Managementsysteme der Einrichtungen und durch die Anwendung des Matrix-Verfahrens bei der Zertifizierung war es möglich, das EnMS innerhalb eines Jahres zentral in den 12 Einrichtungen einzuführen und zu betreiben sowie aufrecht zu erhalten. Durch das Matrixverfahren konnte die externe Auditzeit und damit die Kosten der externen Zertifizierung um Faktor 10 gesenkt werden.

Die geschaffenen zentralen Strukturen fördern zudem den Austausch von best-practice-Beispielen. Die erfolgreiche Zertifizierung zum Ende des Jahres 2017 bestätigte die strukturierte zentrale Herangehensweise.

Stellung des zentralen Energiemanagementbeauftragten

Ausgangslage und Aufgabenstellung

Die St. Franziskus-Stiftung hat sich entschieden, ein zentrales Energiemanagementsystem für 12 Einrichtungen zuzüglich der Stiftungszentrale in Münster einzuführen, um so den Herausforderungen der Energiewende mit den einhergehenden betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Verpflichtungen zu begegnen.

Die Einführung eines zentralen Energiemanagementsystems (EnMS), d. h. eines durch die Zentrale gelenkten Systems erfordert eine ebenso zentrale Figur als Beauftragter des Managements, um den Erfordernissen des Systems gemäß ISO 50001 gerecht zu werden. Die St. Franziskus-Stiftung hat die encadi GmbH mit der Stellung dieses zentralen Energiemanagementbeauftragten (EnMB) beauftragt.

Lösungsmodell und Ergebnisse

Die ISO 50001 (EnMS) weist im Anhang A.2.2 explizit auf die Möglichkeit eines externen Beauftragten des Managements hin. Die encadi verfügt über Personal, das als Energiemanagementauditoren (TÜV) für die Aufgabe eines Energiemanagementbeauftragten  speziell qualifiziert ist und bereits Erfahrung in der Einführung sowie der Aufrechterhaltung eines EnMS vorweisen kann.

Durch den zentralen EnMB wurden in der St. Franziskus-Stiftung auf Basis vorhandener Strukturen weitere Organisations– und Kommunikationsstrukturen aufgebaut, um den reibungslosen Betrieb des EnMS in den Einrichtungen zu gewährleisten. Hierzu gehören unter Anderem:

  • Kommunikationsstrukturen auf Stiftungs– und Einrichtungsebene
  • Reportingstrukturen auf Stiftungs– und Einrichtungsebene
  • Nutzung vorhandener Dokumentenlenkung für die EnMS Dokumente
  • Aufbau einer webbasierten Datenbank für die zentrale Verwaltung energierelevanter Aufzeichnungen

Die Kommunikationsstrukturen wurden in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen wie folgt definiert:

Regelmäßiger Austausch auf Einrichtungsebene aber auch übergreifend auf Stiftungsebene garantiert Transparenz und fördert den best-practice-Ansatz.

Der Aufbau einer webbasierten Datenbank für die zentrale Verwaltung energierelevanter Aufzeichnungen, der so genannte „Workspace“ ist unter der Prämisse einer dezidierten Rechteverwaltung so aufgebaut, dass die Energiemanagementverantwortlichen jeder Einrichtung Zugriff auf ihre Aufzeichnungen haben, diese auf Ebene des zentralen EnMB jedoch aggregiert werden und zentral ausgewertet werden können. Hierdurch wird den hohen Datenschutzanforderungen der Krankenhäuser Rechnung getragen.

Die erfolgreiche Zertifizierung des zentralen Energiemanagementsystems der St. Franzisksus– Stiftung bestätigt die Leistungen des externen zentralen EnMB.

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