Energieausweise für Nichtwohngebäude

verbrauchs- und bedarfsbezogen

Scrollen

Verbrauchs- und bedarfsbezogene Energieausweise für Nichtwohngebäude

Sie überlegen Flächen zu vermieten, Gebäude zu veräußern oder planen ein Objekt zu bauen? Dabei würden Sie die rechtlichen Anforderungen gerne zukunftsorientiert und ökonomisch sinnvoll erfüllen? Sind Sie sich unsicher, ob verbrauchs- oder bedarfsbezogene Energieausweise für Nichtwohngebäude sinnvoll oder gar verpflichtend sind?
Der Energieausweis ist ein Dokument, welches die energetische Qualität eines Gebäudes beschreibt. Er gibt einen Energiekennwert an, der eine energetische Beurteilung und einen energetischen Vergleich von Gebäuden ermöglicht. Energieausweise werden in Bedarfs- und Verbrauchsausweise unterteilt.

Die Ausstellung eines Energieausweises bei Neubauten oder nach Modernisierungsmaßnahmen muss auf Grundlage des ingenieurmäßig berechneten Energiebedarfs erfolgen (Energiebedarfsausweis). Die Erstellung von Energieausweisen bei Bestandsgebäuden kann entweder bedarfs- oder verbrauchsabhängig geschehen. Die Gültigkeit des Energieausweises beträgt 10 Jahre.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die gesetzlichen Anforderungen gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) zeigen zudem auf, wann ein Energieausweis für Nichtwohngebäude zu erstellen ist:

  • Für Neubauten und wesentliche Umbauten (Modernisierungsmaßnahmen) besteht die Pflicht für die Ausstellung eines bedarfsgerechten Energieausweises unverzüglich nach Fertigstellung des Gebäudes.
  • Für den Bestand ist seit 2008 bei einem Wechsel des Eigentümers oder Neuvermietung ein Energieausweis vorzulegen.
  • Verkäufer, Vermieter, Verpächter und Leasinggeber sind gemäß der aktuellen Version der EnEV dazu verpflichtet, bereits in Immobilienanzeigen Pflichtangaben aus dem Energieausweis zu veröffentlichen.
  • Für öffentliche Gebäude mit behördlicher Nutzung und einer Nutzfläche von mehr als 500 m² besteht für den Eigentümer bzw. den Nutzer des Gebäudes die Aushangpflicht des Energieausweises. Seit dem 09.07.2015 besteht die Aushangpflicht bereits für Gebäude mit einer Nutzfläche ab 250 m².
  • Bei Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr ohne behördliche Nutzung (Hotels, Kinos, Kaufhäuser, Krankenhäuser, Schulen etc.) mit einer Nutzfläche von mehr als 500 m² besteht die Aushangpflicht, sobald ein Energieausweis vorliegt.
  • Die Verpflichtung zur Erstellung eines Energieausweises ist auf Baudenkmälern (z. B. Kirchen) nicht anzuwenden.
  • Energieausweise dürfen nur mit einer Registriernummer der zuständigen Behörde (Registrierstelle) ausgestellt werden. Sie sind daher nur mit einer Registriernummer gültig.

Haben Sie Fragen zum Thema Energieausweise für Nichtwohngebäude? Sprechen Sie uns gern an.