Finale der Energieaudits nach DIN EN 16247-1

Beispielhafte, gewichtete Analyse der Monatsverbräuche

Legt man die Pflicht zur erstmaligen Durchführung eines Energieaudits (Erstaudit) nach DIN EN 16247-1 zugrunde – damals setzte die Bundesregierung die Frist auf den 05.12.2015 – so rückt unter Berücksichtigung des 4-Jahres-Rhythmus für viele Unternehmen die Deadline zum 05.12.2019 immer näher.

Dabei wählten die zur Durchführung eines Energieaudits verpflichteten Nicht-KMUs verschiedene Strategien. Manche Unternehmen entschieden sich frühzeitig, das Wiederholungsaudit zu beginnen und sehen der Deadline gelassen entgegen. Andere wiederum hatten das Datum nicht mehr auf dem Zettel und so wiederholt sich derzeit das Szenario von vor vier Jahren, in dem es ein Ungleichgewicht zwischen zu auditierenden Unternehmen und anerkannten Auditoren gibt.

Weniger Stress durch sinnvolle Alternativstrategie

Eine weitere interessante Strategie ist jene, für die sich viele unserer Kunden entschieden. Die Kunden wählten eine regelmäßige Betreuung über die vorgegebenen vier Jahre mit maximal sinnvollem Leistungsumfang. Am Ende wurde dabei die Essenz aus den vergangenen vier Jahren transparent und zielorientiert in einem rechtskonformen Energieauditbericht zusammengetragen. Dieses Vorgehen dankten unsere Kunden uns mit einem positiven Feedback. Durch die stetige Betreuung konnte darüber hinaus über die gesamte Laufzeit schnell auf Änderungen der Anforderungen an ein Energieaudit reagiert und ein echter Mehrwert für den Kunden erzielt werden.

Die Frist richtig einordnen

Dem oben erwähnten Ungleichgewicht zwischen zu auditierenden Unternehmen und anerkannten Auditoren im Jahr 2015 ist leider auch die Fristüberschreitung des einen oder anderen Unternehmens verschuldet. Die allgemeine Frist zur Durchführung eines Wiederholungsaudit bis zum 05.12.2019 sorgte in diesem Jahr zum Teil für Verunsicherung. Fakt ist jedoch: Unabhängig davon, wann ein Unternehmen das Erstaudit abgeschlossen hat – vollständig abgeschlossen gilt ein Energieaudit nach Durchführung der Abschlusspräsentation – ist es dazu verpflichtet, vier Jahre nach Abschluss des Erstaudits das Wiederholungsaudit vollständig abzuschließen.

Die Welle durchzuführender Energieaudits dürfte sich also bis zu einem gewissen Punkt bis in das kommende Jahr ziehen. Gern führen wir das Energieaudit unter Berücksichtigung der neusten Anforderungen an ein Energieaudit für Ihr Unternehmen durch!


Neue Regelung für die Stromsteuerbefreiung für Eigenstrom aus BHKW

Quelle: www.zoll.de

Am 01.07.2019 ist das Gesetz zur Neuregelung von Stromsteuerbefreiungen sowie zur Änderung energiesteuerrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten.

Nach Auffassung der Europäischen Kommission handelt es sich bei der Stromsteuerbefreiung für eigenerzeugten Strom durch BHKW um staatliche Beihilfen. Durch das neue Gesetz wird die Steuerbefreiung in Einklang mit dem EU-Beihilferecht gebracht.

Auswirkungen und Handlungsbedarf:

Für hocheffiziente KWK-Anlagen kleiner 50 kW elektrisch besteht kein Handlungsbedarf, da eine allgemeine Erlaubnis zur Steuerbefreiung bereits automatisch besteht.

Für hocheffiziente KWK-Anlagen größer 50 kW und kleiner 2.000 kW muss bis zum 31.12.2019 eine förmliche Erlaubnis beantragt werden. Diese wird durch einen Antrag mit den Formularen 1422 und 1422a beim zuständigen Hauptzollamt erwirkt.

Liegt keine allgemeine Erlaubnis vor und eine förmliche Erlaubnis wird nicht beantragt, entfällt die Stromsteuerbefreiung auf den selbsterzeugten Strom rückwirkend zum 01.07.2019.

Sie haben noch nicht gehandelt? Wir bereiten gern die Anträge zeitnah für Sie vor und lassen Ihnen die notwendigen Unterlagen zukommen. Sofern Ihr BHKW bislang nicht von der encadi betreut wird und Sie Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.

Hinweis:
Für den Antrag der förmlichen Erlaubnis ist unter anderem ein Messkonzept zur Abgrenzung des Stromverbrauchs von Dritten erforderlich (sofern Dritte mit Strom beliefert werden). Wenn Sie Strom an Dritte liefern und noch kein Messkonzept für Ihre Liegenschaft erstellt haben, sollte dies zeitnah erfolgen, um die Frist 31.12.2019 nicht zu gefährden. Auch zu dieser Thematik beraten wir Sie gern und unterstützen Sie bei Bedarf bei der sinnvollen Entwicklung eines Messkonzepts. Kommen Sie gern auf uns zu.