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Alexander Meyer B.Eng.
Teamleiter | Vertrieb

9
August
2021
2 Min.

CO₂-Bilanz – Welche Chancen und Risiken erwachsen aus dem Thema?

Branchennews

Was ist der Hintergrund einer CO₂-Bilanzierung?

Das Thema Klima ist seit Jahren in aller Munde. Steigende Meeresspiegel, lange, heiße Sommer und extreme Wetterphänomene sind spürbare Auswirkungen des Klimawandels, genauer: des sogenannten Treibhaus-Effekts. Bei diesem Treibhaus-Effekt sorgen Anteile von bspw. Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid (CO₂), Methan (CH₄), Lachgas (Dickstickstoff, N₂O) und Ozon (O₃) in unserer Erdatmosphäre dafür, dass ein gewisser Teil der von der Erdoberfläche reflektierten Sonnenenergie die Atmosphäre nicht gleich verlässt. Dieser Effekt ist zunächst völlig natürlich und ist notwendig, damit Leben auf der Erde existieren kann. Führt man der Erdatmosphäre jedoch weiterhin Treibhausgase zu, führt dies zu einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur und hat zahlreiche Negativauswirkungen auf unser zu schützendes Ökosystem. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, einigte man sich zunächst darauf das Gas Kohlenstoffdioxid (CO₂) mit dessen Eigenschaften als Bezugspunkt für die Bewertung der übrigen Treibhausgase zu bestimmen und „Verursacher“ und Katalysatoren des Treibhaus-Effekts in entsprechende CO₂-Äquivalente auszudrücken. Die damit greifbar gemachten CO₂-Emmissionen gilt es im nächsten Schritt einzudämmen. Bevor ein Unternehmen also wirksam und fundiert Maßnahmen zur Verbesserung des Klimas umsetzen kann, ist es ratsam, die „Klima-Sünder“ im Unternehmen mittels einer aussagekräftigen CO₂-Bilanz transparent sichtbar zu machen.

Was ist Inhalt einer CO₂-Bilanzierung?

Die CO₂-Bilanzierung, auch als CO₂-Fußabdruck bekannt, ist die Ermittlung des Status-Quo hinsichtlich der Treibhausgas-Emissionen, die direkt oder indirekt von Unternehmen, Personen, Produkten oder auch Veranstaltungen verursacht werden. Eine Möglichkeit der Bilanzierung bietet die DIN EN ISO 14064. Hierbei wird angelehnt an das Greenhouse Gas Protocol ein zertifizierter Corporate Carbon Footprint (CCF) erstellt. Wichtiger Teil solch einer CO₂-Bilanzierung ist die Risikoanalyse, bei der ermittelt wird, mit welchen Risiken ein Unternehmen durch den Klimawandel rechnen muss. Hierzu zählen bspw.:

· Regionale Risiken durch extremes Wetter (Hochwasser, Waldbrände, Wirbelstürme etc.),
· Umsatzeinbußen durch verändertes Kundenverhalten, oder
· Steigende Kosten durch gesetzliche Regelungen.

Eine auf die Risikoanalyse aufbauende Klimastrategie soll dabei helfen, erwartbarem Risiko systematisch durch präventive Maßnahmen entgegenzuwirken. Bei der Erstellung eines CCF wird zwischen direkt und indirekt verursachten Emissionen unterschieden. Die Unterteilung in Scope 1 bis 3 gibt Aufschluss über die jeweiligen Emissionsquellen.

Scope 1: Direkte Emissionen – alle THG-Emissionen, die direkt im Unternehmen entstehen


· Eigene Stromerzeugung mit Hilfe von fossilen Brennstoffen
· Verbrennung von Heizöl und Erdgas zur Wärmebereitstellung
· Verbrennung von Treibstoffen im Fuhrpark
· etc.


Scope 2: Indirekte Emissionen – Emissionen, die durch den Fremdbezug von Strom, Dampf, Wärme oder Kälte entstehen

· Strom aus dem deutschen Strommix
· Fernwärme aus Müllverwertungsanlage
· etc.


Scope 3: Indirekte Emissionen – Vor- und nachgelagerte Emissionen

· Transport der Ware durch Logistikunternehmen
· Arbeitswege zur Arbeitsstätte
· Dienstreisen
· Abfallaufkommen
· Angebot von Speisen und Getränken
· Papierverbrauch
· etc.

Welche Chancen bieten sich meinem Unternehmen durch eine korrekte CO₂-Bilanz?

Die Politik übt Druck aus. Seit diesem Jahr 2021 wurde das nationale Emissionshandelssystem um die Bereiche Verkehr und Heizen erweitert. Die damit anfallende CO₂-Abgabe beginnt bei 25 EUR pro Tonne CO₂ und erhöht sich bis zum Jahr 2025 auf 55 EUR (Wir berichteten in unserem Newsfeed). Zudem ist eine verpflichtende Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 absehbar. Erste Ideen in der kommenden Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) liegen als Entwurf bereits vor.


Noch sind Maßnahmen zur Reduzierung der CO₂-Emmissionen jedoch nicht gesetzlich verpflichtend. Trotz politischem Säbelrasseln gewährt der Gesetzgeber Unternehmen eine Schonfrist für einen nicht absehbaren Zeitraum, die Fördermitteln Tür und Tor öffnen. In den vergangenen 2 Jahren ist die Fördermittellandschaft hinsichtlich Klima-Maßnahmen förmlich explodiert. Ob Fördermittel für Aufklärungsarbeit im Bereich Klima, Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Energiebezüge, oder Schutz vor der Auswirkung des Klimawandels: Die Fördertöpfe für präventive Maßnahmen sind voll.


Sprechen Sie uns gern an und wir schauen gemeinsam mit Ihnen,


1. Wie eine CO₂-Bilanz für Ihr Unternehmen aussehen kann,
2. Welche Ziele kurz-, mittel- und langfristig realistisch sind (Stichwort: CO₂-Neutralität),
3. Ob Ihr Unternehmen eine Sonderbehandlung zu erwarten hat (Stichwort: Carbon Leakage), oder
4. Wie Ihre Bemühungen durch verfügbare Fördermittel maximal unterstützt werden können.

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Ansprechpartner
Alexander Meyer B.Eng.
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